natur-fotos.net | Naturfotografien von Christoph Mischke

"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand."
(Charles Darwin)

 

Aufzucht eines Amselkükens

 

20.04.2014 -- Unverhofft kommt oft:
Unsere Nachbarin hält ein aus dem Nest gefallenes Amselküken in Händen und zeigt es unseren Kindern. Sie rufen mich und meine Frau hinzu. Ich mache ein paar Fotos und empfehle, das kleine Kerlchen wieder in das Nest zurückzulegen. Unsere Nachbarin erwidert, dass der Altvogel die ganze Zeit im Nest hockt und das Zurücksetzen nicht möglich ist. Meine Frau überlegt, ob wir das Tier nehmen sollen, ich gebe ihr jedoch zu verstehen, dass damit ein wahnsinnig hoher Aufwand verbunden wäre und ein guter Ausgang mehr als fraglich ist. 
Nachdem ich wieder in unser Haus zurückgegangen bin, kommt kurze Zeit später unser Jüngster und stellt ein Körbchen mit der jungen Amsel in der Küche ab. 
Nun also doch ...
...na gut! 

Viele Fragen stellen sich uns:
  • Wo bringen wir das hilflose Etwas unter?
  • Was können wir füttern (es ist Ostersonntag!)?
  • Wie häufig müssen wir füttern?
  • Wie halten wir das Küken warm?
  • ...

 

Als "zu Hause" richten wir dem Küken einen kleinen Karton ein, den wir mit einem weichen Handtuch, Küchenpapier und Taschentüchern auspolstern. Da ich ein Aquarium betreibe, habe ich im Keller im Gefrierschrank gefrostete Mückenlarven. Die müssen als erste Übergangsnahrung herhalten. 
Im Internet belese ich mich auf der Seite wildvogelhilfe.org: Das Küken dürfte demnach gut eine Woche alt sein. Die Augen sind bereits geöffnet, und das Federkleid schon deutlich erkennbar, wenn auch manche Stellen noch "nackt" sind. Die Kinder beschließen, dass es ein Männchen ist, und wir nennen ihn "Siggi", da der Mann der Nachbarin so heißt ;-). Ernährt werden sollte der kleine Kerl mit Würmern, Fliegen, etwas Obst und eingeweichten Beoperlen. Aha! Somit gehen wir im Garten auf Insektenjagd und graben nach Würmern. Als Obst haben wir Erdbeeren und Äpfel zur Verfügung. In Anbetracht des Alters sollten wir einmal pro Stunde füttern, und zwar von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr. 
Bleibt noch das Problem des Warmhaltens. Zunächst stelle ich Siggis neues Nest auf mein Aquarium. Die Abwärme der Aquariumbeleuchtung leistet gute Dienste. Für die Nacht muss ich mir etwas anderes überlegen. 
Meine Schreibtischlampe soll als Wärmespender dienen, auch wenn es für Siggi dann nicht dunkel ist - Hauptsache ist, dass er nicht friert. Die Lampe ist dimmbar, so dass ich mithilfe eines Thermometers die gewünschte Temperatur einstellen kann: 35 bis 38 °C. Siggis Nest wird nun unter der Lampe platziert. Nach dem letzten Füttern und Wiegen (Siggi wiegt 58 g) decke ich das Nest noch mit einem weißen Tuch ab, um das Licht etwas zu mildern. So, nun kann auch ich ins Bett gehen. 
Denkste! Es ist kurz vor 23 Uhr, als ich plötzlich komplett im Dunkeln sitze. Es ist wirklich zappenduster! Ich taste mich im Dunkeln durch das Haus zur Kommode, auf der eine Taschenlampe steht. Im Schein der Lampe kontrolliere ich den Sicherungskasten - keine Ausfälle erkennbar. Ich sehe durch die Haustür nach draußen: auch dort ist alles dunkel. Stromausfall! Na toll, ausgerechnet jetzt. Und nun? Wie soll ich Siggi warmhalten? Mit Taschenlampe bewaffnet suche ich unsere Wärmflasche und fülle sie mit warmem Wasser. Soll ich jetzt wirklich in der Nacht ständig aufstehen, um die (recht kleine) Wärmflasche wieder neu mit warmem Wasser zu befüllen? Tolle Aussichten ... 
Alternative: ich nehme Siggi mit ins Bett, so dass er durch mich gewärmt wird! Da meine Frau heute Nacht nicht da ist, reicht der Platz im Bett locker aus. Siggis Nest stelle ich in einen Wäschekorb. Den Wäschekorb platziere ich neben mir im Bett und decke ihn und mich so zu, dass eine Seite des Wäschekorbs nicht abgedeckt ist, damit Siggi noch Luft bekommt. So müsste es gehen. Was passiert jetzt? Ist doch klar: das Licht geht an! Nach gut einer Stunde ist der Stromausfall behoben. Somit kann ich Siggi doch noch unter der vorher schon eingestellten Lampe nächtigen lassen.
   
21.04.2014 -- Siggi nimmt ab:
Siggi hat die Nacht gut überstanden. Sein Frühstück (Mückenlarven & Obst) schmeckt ihm. Nur mit dem Warmhalten bin ich noch immer nicht zufrieden. Nach der Anzahl der Kothaufen zu urteilen, hat Siggi keine so ruhige Nacht gehabt. Die Helligkeit der wärmenden Lampe war scheinbar doch etwas störend. Für heute Abend muss ich wohl doch unsere kleine Heizdecke in Betrieb nehmen. 
Wir füttern Siggi stündlich und achten dabei darauf, uns an die im Internet unter wildvogelhilfe.org genannten Mengenangaben zu halten, obwohl Siggi auch nach dem Füttern weiter seinen Schnabel aufreißt. 
Am Abend müssen wir feststellen, dass Siggi deutlich an Gewicht verloren hat (44 g). Kein gutes Zeichen. In der Nacht stellen wir Siggis Nest auf eine Heizdecke. So ist es dunkel und warm.

 

   
22.04.2014 -- Siggi nimmt noch weiter ab:
Heute haben endlich die Geschäfte wieder geöffnet. Ich besorge zunächst Heimchen und Vitamintropfen. Die im Internet empfohlenen Beoperlen sind in den ersten beiden Geschäften nicht zu bekommen. Telefonisch erkundige ich mich in weiteren Geschäften nach diesen Perlen und habe im sechsten (!) Anlauf schließlich Glück! Somit besteht Siggis Speiseplan nun aus Regenwürmern (mit Erdresten!), Fliegen, Spinnen, Käferlarven, Heimchen, eingeweichten Beoperlen und Obst. Trotzdem nimmt unser Pflegling weiter ab auf 36 g!

 

   
23.04.2014 -- Siggi kriegt die Kurve:
Wir entschließen uns, Siggi etwas mehr zu füttern, als im Internet empfohlen ist. Vielleicht haben wir auch anfangs sein Alter falsch eingeschätzt. Zwar bleibt es weiterhin bei den stündlichen Fütterungen, die Portionen werden jedoch größer. Abends wiegt Siggi 40 g - wir sind etwas beruhigt. Bei superwurm.de bestelle ich eine Portion Rotwürmer, damit wir nicht ständig unseren Garten umgraben müssen, um Siggi artgerecht zu ernähren.
   
24.04.2014 -- Siggi wird aktiv:
Siggis Befinden gibt uns mehr und mehr Anlass zur Freude: er reckt und streckt sich, frisst gierig und macht erste Flatterübungen. Auch seine Kothaufen sind inzwischen nicht mehr ganz so flüssig. Das sieht doch gut aus. :-) 
Meine Frau und die Kinder richten unserem gefiederten Pflegling einen größeren Karton ein. Außerdem fassen wir den Plan, am kommenden Samstag eine Voliere zu bauen, damit Siggi im Garten lernen kann, selbst auf Wurmsuche zu gehen. Hoffentlich wird uns die Auswilderung gelingen.
   
25.04.2014 -- Siggi macht weiter Fortschritte:
Keine Besonderheiten in Siggis Vogelalltag - nur mit dem Unterschied, dass er immer aktiver wird. Beim Wiegen ist er kaum noch in seinem Töpfchen zu halten. Außerdem fängt er an, sich an einem Ast, den wir in seinen Karton gelegt haben, festzukrallen und auf die Beine zu stellen. 
Die Wurmlieferung trifft heute ein. Nun haben wir einen großen Vorrat an äußerst agilen Rotwürmern, mit denen wir Siggi verwöhnen können.
   
26.04.2014 -- Siggis Voliere wird gebaut und er bekommt einen Käfig:
Vormittags fahre ich mit meinen "Männern" in den Baumarkt, um die "Zutaten" für die Voliere zu kaufen. Nach meinen Vorstellungen soll es ein quaderförmiger Holzrahmen (2x1 m und 1 m Höhe) mit zwei Türen werden, der mit sechseckigem Maschendraht bespannt wird. Zu Hause machen wir uns gleich an die Arbeit. 
Parallel zu den Volieren-Planungen hatte ich mich beim Tierheim in Aschaffenburg erkundigt, ob wir dort einen größeren Vogelkäfig ausleihen können. Aufgrund der positiven Antwort fahren wir nachmittags zum Tierheim und holen einen recht geräumigen Käfig ab, in den Siggi einziehen soll, wenn er unbeaufsichtigt ist und noch nicht in der Voliere wohnt. 
Als ich Siggi abends füttern möchte, ist er nicht in seinem angestammten Karton zu finden. Ein Tschilpen verrät den Ausreißer. Er sitzt unterhalb eines Bücherregals auf dem Fußboden. Oha! Zum Glück haben wir ja seit heute den Käfig - gerade rechtzeitig. Wir setzen Siggi in die gut ausgepolsterte Bodenwanne des Käfigs. Er schaut sich neugierig um, sieht aber nicht gerade begeistert aus. Die Frequenz des Kothaufenabsetzens steigt merklich, während Siggi hin und her durch die Wanne hüpft, um sein neues Zuhause zu begutachten. Nach einer ausgiebigen Abendmahlzeit beruhigt er sich. Für die Nacht befestigen wir das Käfiggitter auf der Bodenwanne, so dass Siggi in Sicherheit ist.

   
27.04.2014 -- Siggi flattert und fliegt Äste an:
An den Käfig hat Siggi sich schnell gewöhnt. Inzwischen flattert er kurze Strecken und gelangt so auch schon vom Käfigboden auf die Äste, die wir quer durch den Käfig geschoben haben - jetzt ist er wohl ein "Ästling". Dort sitzt er, lässt sich füttern und betreibt auch schon Gefiederpflege. Außerdem übt er, sich mit einer Kralle am Kopf zu kratzen. Nach anfänglichen Gleichgewichtsproblemen klappt das auch schon ganz gut. 
Wir stellen ihm eine flache Schüssel mit Wasser auf den Boden des Käfigs. Siggi sollte hin und wieder ein Bad nehmen und anschließend bei der Gefiederpflege seine Federn imprägnieren, damit er in freier Wildbahn nicht beim ersten Regen klatschnass wird und nicht mehr fliegen kann. Noch macht er aber einen großen Bogen um seine Badewanne. 
Abends fliegt Siggi plötzlich von seinem Käfig auf meine Schulter. Inzwischen kann er wirklich schon recht gezielt landen und sich sicher festhalten. Bald werden wir ihn in die Voliere draußen geben können, damit er dort lernt, selbst auf Nahrungssuche zu gehen.
   
28.04.2014 -- Vogelalltag:
Die "Badewanne" lässt Siggi weiterhin links liegen. Auch ein Apfelstück, das wir in der Nähe seiner Lieblingssitzstange befestigt haben, wird von ihm noch nicht angerührt. Sein Appetit ist weiterhin enorm: Rotwürmer, Heimchen, Obst und ein wenig Beoperlenbrei stehen auf seinem Speiseplan. Ab und zu kommt noch eine frisch gefangene Fliege oder Schnake dazu. Sehr lustig ist immer der "Kampf" mit dem Rotwurm beim Füttern. Oft passiert es, dass sich der Wurm wieder aus dem Schnabel heraus schiebt und erst durch energisches Schlucken wieder zurückbefördert werden kann.
   
29.04.2014 -- Siggi allein zu Haus:
Heute Vormittag muss Siggi für gut drei Stunden alleine in seinem Käfig bleiben. Er übersteht diese Unterbrechung seines gewohnten Fütterrhythmus' jedoch ohne Probleme. 
Seine Badewanne wird von ihm weiterhin missachtet. Ansonsten ist er sehr agil, kommt zum Füttern förmlich angerannt und gönnt sich nach der Fütterprozedur zumeist ein kleines Schläfchen. Hoffentlich spielt das Wetter in den nächsten Tagen mit - das würde die Auswilderung erleichtern.
   
30.04.2014 -- füttern, faulenzen, flattern fliegen:
Füttern, faulenzen, flattern, fliegen - so sieht Siggis Vogelalltag aus. Wir müssen alle 2 Tage frische Heimchen besorgen, der Rotwurmvorrat reicht hoffentlich noch eine Weile. Siggi wächst gut und legt kontinuierlich an Gewicht zu.
   
01.05.2014 -- Siggi übt Picken:
Es regnet in Strömen. Aus diesem Grund warten wir noch damit, Siggi in seine neue Voliere im Garten zu bringen. Drinnen bei uns zeigt er sich äußerst unternehmungslustig. Er flattert mal hier hin, mal dorthin und untersucht alles neugierig. Dabei beginnt er auch schon zu picken. Wenn wir ihm etwas zum Fressen vor ihm auf den Boden legen, nimmt er dies jedoch noch nicht zu sich. Er will sich nach wie vor füttern lassen.
   
02.05.2014 -- Siggi kann picken:
Siggi wird immer kräftiger und energischer. Mit zunehmendem Hunger tschilpt er immer lauter, und es klingt meist schon nach "echter" Amsel. Außerdem lassen wir ihn nun vermehrt Picken üben. Auf ein flaches Tellerchen legen wir einen Wurm in etwas Erde. Nach einer Weile schafft er es tatsächlich, nicht nur den Teller anzupicken, sondern auch den Wurm zu erwischen und erfolgreich zu vertilgen. Weiterhin übt Siggi abends, auf einem Bein zu stehen, was ihm nach einer Weile auch tatsächlich gelingt. Hoffentlich ist das Wetter morgen besser, damit wir endlich mit ihm nach draußen gehen können.
   
03.05.2014 -- Siggis Auswilderung beginnt:
Tatsächlich spielt das Wetter heute mit. Zwar ist es bewölkt, aber immerhin regnet es nicht. Nachdem wir am Morgen den Rasen gemäht hatten, wird mittags die selbst gebaute Voliere in Position gebracht und innen mit Ästen und einer "Badewanne" bestückt. Nach einer ausgiebigen Mahlzeit an seinem ursprünglichen "Wohnort" wird Siggi nach draußen getragen und in sein neues "Haus" gesetzt. Zunächst schaut er sich gründlich um und macht sich mit den Dimensionen der Voliere vertraut. Anschließend setzt er sich auf einen der Äste und lässt die neue Umgebung auf sich wirken. Nach gut einer Stunde füttern wir ihn wieder, jedoch ist sein Appetit nicht besonders groß. Vom Haus aus beobachten wir ihn, wie er langsam aktiver wird. Er hüpft auf dem Boden herum und beginnt zu picken. Sehr zu unserer Freude ist sein Picken auf dem Rasen wirklich schon bald von Erfolg gekrönt, und Siggi vertilgt seinen ersten selbst gefangenen Wurm. :-) Danach setzt er noch einen drauf und nimmt ein Bad - klasse. Nach dem Bad muss er feststellen, dass es sich mit einem nassen Gefieder nicht ganz so einfach fliegen lässt: der erste Anflugversuch auf seinen Ast misslingt gründlich. Beim zweiten Anlauf schafft er es aber, und kann dann auf dem Ast sitzend mit der Gefiederpflege beginnen. Wenn er das in den nächsten Tagen noch öfter so macht (Baden und Gefiederpflege), ist sein Gefieder bald gut imprägniert und wird auch einem Regenguss widerstehen können. 
Für die Nacht decke ich einen Teil der Voliere mit Plastikfolie ab. Darunter kann er sich setzen, falls es regnen sollte.

 

 
04.05.2014 -- Selbst isst die Amsel:
Die Nacht hat Siggi draußen trotz niedriger Temperaturen (2,8 Grad) gut überstanden. Am Morgen empfängt er mich mit lautem Getschilpe. Sein Wurmteller ist leer. Ich füttere ihn mit ein paar Heimchen und fülle den Teller mit frischen Würmern, über die er sich auch gleich hermacht. Außerdem stelle ich ihm noch eine kleine Schüssel mit eingeweichten Beoperlen und ein bisschen Obst hin. Mal sehen, ob dafür auf seinem Speiseplan noch Platz ist. Mittags nimmt Siggi wieder ein Bad.
 
   
05.05.2014 -- Such' den Wurm!:
Das selbstständige Fressen ist für Siggi inzwischen überhaupt kein Problem mehr - solange Würmer da sind. Für Nachschub sorgen wir in immer größer werdenden Intervallen, um seine eigene Nahrungssuche zu forcieren. Natürlich muss dabei bedacht werden, dass Siggi derzeit nur 2 qm Rasenfläche zur Verfügung hat, auf der das natürliche Wurmangebot entsprechend eingeschränkt ist. Daher verteilen wir Würmer aus unserem Vorrat aktiv über den gesamten Volierenboden und immer seltener auf seinen gewohnten Wurmteller.
 
   
06.05.2014 -- Gedanken an die Freiheit:
Siggi ist sehr aktiv: er hüpft und flattert in seiner Voliere herum, pickt am Boden, badet und pflegt sein Gefieder. So langsam müssen wir uns mal mit dem Gedanken befassen, die Tür seiner Voliere offen zu lassen. Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass es ihm dort zu eng ist. Nur unsere Kinder sind von der Idee nicht begeistert, weil sie befürchten, dass Siggi dann wegfliegt. Aber genau das ist ja unser Ziel gewesen: trotz unserer Pflege soll er ein Wildvogel bleiben. Wenn nur die zahlreichen Katzen aus der Nachbarschaft nicht wären ...
 
   
07.05.2014 -- Regennacht:
Heute Nacht hat es ausgiebig geregnet. Trotzdem ist Siggi am Morgen putzmunter und hat ein trockenes Gefieder. Ob dies daran liegt, dass sein Gefieder schon gut imprägniert ist oder dass er sich auf den Ast unter der abgedeckten Ecke der Voliere geflüchtet hat, kann ich nicht sagen. Er hat inzwischen nochmal einen ordentlichen Wachstumsschub vollzogen.
 
   
08.05.2014 -- Tschüss, Siggi!:
Siggi interessiert sich inzwischen gar nicht mehr so sehr für das Futter, das wir ihm direkt reichen. Die Würmer, die wir in seiner Voliere verteilen, frisst er gekonnt und flott. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass er jetzt reif ist für die große, weite Welt. Daher öffne ich am späten Nachmittag die Voliere, mache noch ein paar Fotos und entferne mich dann ein wenig. Es dauert gar nicht lang, bis Siggi aus der Voliere herausgehüpft kommt. Nach einem kurzen Zwischenstopp auf der Wiese flattert er Richtung Fenster, stößt dort leicht dagegen, dreht im Flug um und verschwindet aus unserem Sichtfeld. 

 

Für uns ist das Projekt "Siggi" nun zu Ende. Für Siggi beginnt ein hoffentlich langes Leben in Freiheit mit vielen Nachkommen. :-)

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